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Psychiologische Kriegsführung von Geheimdiensten: Was KGB-Überläufer Beschmienow zu berichten hat

Posted on: 22/01/2011

Die meisten Menschen denken bei dem Wort „Geheimdienst“ sofort an die CIA oder den BND. Damit liegen sie schon mal richtig. Doch da hört die gesicherte Information schon auf. Was bedeutet denn eigentlich nun CIA, was tut eine CIA? Wer ist denn eigentlich der BND?

Für Antworten auf diese Fragen wendet sich die Allgemeinheit meist Spielfilmcharakteren wie James Bond als Agent 007 zu. Oder vielleicht noch Jason Bourne, auch er mit jeder Menge Schießereien, geheimer Killerkommandos und Verstecken überall. Dabei wird die Tatsache übersehen, dass sich unsere Geheimdienste um Nachrichten und Information kümmern. All das geschieße hat mit dem Arbeitsalltag eines Durchschnittsarbeitnehmers eines Geheimdienstes so wenig zu tun, wie die Serie Dr. House mit den Vorgängen in einem Krankenhaus. Seit den 40er Jahren haben Geheimdienste eine Eigendynamik zu entwickeln begonnen, die sie zu mächtigen politischen Instrumenten anschwellen hat lassen. Immer mit dem Bild furchterregende Angstgegner vor den Augen der Öffentlichkeit stiegen die Ausgaben in die Landesverteidigung, in die Entwicklung geheimer Waffensysteme und die dunklen Kanäle der Geheimdienste, von denen die USA offiziell 16 (!) solcher bezahlten Verschwörungen hat.

Seit der „Vaters der Public Relations“, Edward Bernaise, seine Lehren (Kurzdoku, Langdoku) praktizierte ist schon einige Zeit ins Land gegangen. In welchem Ausmaß sich der militärisch-industrielle Kompelx von heute seiner Techniken der Manipulation breiter Bevölkerungsteile bedient ist den meisten meiner Zeitgenossen wenig bekannt. Bevor wir zum Hauptclip des Artikels kommen sein deshalb zwei kurze Beispiele genannt:

Wikileaks veröffentlichte in März 2008 einen Bericht der „Red Cell“, einer Gruppe von Analysten und Strategen der CIA, die sich mit den Trends und den Möglichkeiten zu ihrer Manipulation mithilfe von  „out-of-the-box„-Denken beschäftigt. Wikileaks fasst zusammen:

This classified CIA analysis from March, outlines possible PR-strategies to shore up public support in Germany and France for a continued war in Afghanistan. After the Dutch government fell on the issue of dutch troops in Afghanistan last month, the CIA became worried that similar events could happen in the countries that post the third and fourth largest troop contingents to the ISAF-mission. The proposed PR strategies focus on pressure points that have been identified within these countries. For France it is the sympathy of the public for Afghan refugees and women. For Germany it is the fear of the consequences of defeat (drugs, more refugees, terrorism) as well as for Germany’s standing in the NATO. The memo is an recipe for the targeted manipulation of public opinion in two NATO ally countries, written by the CIA. It is classified as Confidential / No Foreign Nationals.

Kurz danach veröffentliche Wikileaks auch die Reaktion des Pentagon auf sie selbst, den Bericht zur geplanten Zerstörung von Wilileaks.

Ein weiteres Beispiel von aktiver Manipulation stellt die Verbindungen von Hollywood und dem US-Militär dar. Kurzdoku:

(ausführlichere Doku: Operation Hollywood)

Zurück zum Geheimdienst. Infokrieg.tv vertonte jüngst ein sehr interessantes Interview, das besser auf die eingangs gestellten Fragen antwortet, als was man in öffentlichen Massenmedien dargestellt bekommt. Hier nun der Artikel dazu mit abschließendem Interview:

„Die heutige IKTV-Sendung bietet ein 4 Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer geführtes Interview zwischen G. Edward Griffin, einer der besten Kenner der Neuen Weltordnung und Autor des Klassikers “Die Kreatur von Jeykill Island”, und Juri Alexandrowitsch Beschmienow, KGB-Überläufer und Experte in Sachen psychologischer Kriegsführung. Vergessen sie James Bond-Mythen: Nur 15% der Geheimdienstarbeit ist klassische Spionage, der Rest besteht aus psychologischer Kriegsführung und den verschiedenen Phasen der Umwälzung eines Landes: Demoralisierung, Destabilisierung, Krise und Normalisierung.

Ausgebildet an den KGB-Eliteschulen brachten ihn seine Missionen bis nach Indien wo er herausfinden sollte, welche westlichen Popstars und Filmstars den Guru Maharishi Mahesch Yogi besuchten und welche zersetzenden Inhalte sie in den Westen zurück trugen. Angewidert von dem sowjetischen System und der Unterdrückung der Bürger schloss er sich 1970 in perfekter Verkleidung einer Gruppe amerikanischer Hippies an, die in Indien als Lachnummer galten, und floh in den Westen.

Beschmienow war geschockt wie der ”sogenannte imperialistische Westen” die UDSSR mit Krediten, Technologie und Anerkennung überhäufte und nannte es das “größte Paradoxon in der Geschichte”.“

Quelle und Dank (!) von/an Alex Benesch: http://infokrieg.tv/wordpress/?p=2530

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