geographenblick

Afghanisches Dorf von der Landkarte getilgt

Posted on: 24/01/2011

von Freeman auf Alles Schall und Rauch:

Die folgenden Fotos mit vorher und nachher zeigen was die NATO-Koalitionstruppen für einen Horror in Afghanistan anrichten. Das Dorf Tarok Kolache im Tal von Arghandad wurde mit 25 Tonnen an Bomben und Granaten im Oktober 2010 komplett ausradiert.

Laut MailOnline wehrten sich die Aufständischen wiederholt gegen Angriffe der ausländischen Besatzungstruppen. Nach zwei Versuchen das Dorf zu erobern, was zu hohen Verlusten auf beiden Seiten führte, befahl Oberstleutnant David Flynn, US-Kommandeur der Joint Task Force 1-320, die Pulverisierung des Dorfes.
Die Amerikaner verfolgen damit die gleiche verbrecherische Militärstrategie wie in Vietnam, nach dem Motto: “Wir müssen das Dorf zerstören um es zu retten!

Flynn sagte nach dem Angriff: „Es war der einzige Weg wie ich meinen Männern das Vertrauen zurückgeben konnte, wieder in den Einsatz zu gehen!

Der einzige Weg???

Die amerikanischen Soldaten waren schon immer elende Feiglinge, können nicht kämpfen, ziehen sich beim kleinsten Widerstand zurück und rufen nach Luftunterstützung, damit diese mit einem Bombenteppich alles plattmacht. Das ist nicht einfach eine Behauptung von mir, sondern kommt von persönlicher Erfahrung.

Ich hab mit australischen Vietnam-Veteranen gesprochen, die mir erzählten, wie ihre amerikanischen „Kameraden“ vorgegangen sind. Kaum fiel ein Schuss aus einem Dorf, wurde es mit massiver Feuerkraft ausradiert. Mutig sind sie nur in ihren Hollywood-Filmen, wenn Statisten mit Platzpatronen schiessen.

Wir erinnern uns an die schrecklichen Bilder aus Vietnam von brennenden Kindern durch Napalm. Die Soldaten hatten keinen Mumm ins Dorf reinzugehen, um einen einzelnen Scharfschützen auszuschalten.

Napalmabwurf auf ein Dorf am 8. Juni 1972 in Trang Bang:

Diese Taktik wird auch im Irak und Afghanistan angewendet und bewirkt eine grausame Zerstörung, die viele tote Zivilisten als „Kollateral- schaden“ verursacht.

Laut Paula Broadwell, eine Absolventin der Militärakademie von West Point, waren die Soldaten von Flynn völlig verängstigt in die umliegenden Obstplantagen zu gehen, um das Gebiet zu räumen, schreibt sie auf ihrem Blog.

Statt das winzige Dorf mit Kampfsoldaten zu betreten, wurde mit einer Welle von Granatschüssen eine Allee bis in die Dorfmitte freigesprengt. Danach wurden aus der Luft insgesamt 49’200 Pfund an Bomben abgeworfen, mit dem das Dorf von der Landkarte getilgt wurde.

Der Oberkommandierende für Afghanistan, General David Petraeus, verteidigte diese destruktive Vorgehensweise und befahl seinen Offizieren, Tarok Kolache als Beispiel zu nehmen.

Unabhängige Analysten konnten die Auswirkung der Bombardierung auf die Zivilbevölkerung wegen Mangel an Zugangsmöglichkeit noch nicht abschätzen. Aber man ist sich einig, diese „extreme“ Vorgehensweise, in dem man ein ganzes Dorf ausradiert, wird die Beziehung der Afghanen zu den fremden Eindringlichen negativ beeinflussen. So macht man keine Freunde.

Broadwell beschreibt die Reaktion der Dorfbewohner auf ihrem Blog so: „Mohamed beschwerte sich in einem theatralischen Anfall bei Flynn, er hätte sein Leben mit der Zerstörung ruiniert.

Wie bitte? Man vernichtet die Häuser und die Lebensgrundlage der Bewohner und nennt dann ihre berechtigte Beschwere theatralisch? Wie würden sie reagieren, wenn ihr Haus und Dorf mitsamt umliegenden Obstgärten, die als Einkommen dienten, ausradiert werden? Haben diese Leute überhaupt noch ein Gefühl und ein Gewissen?

Es gibt sogar Extremisten im US-Militär die sagen, nach 10 Jahren erfolglosen Krieg und gleichbleibenden Widerstand, wäre es am besten ganz Afghanistan mit einer massiven Flächenbombardierung dem Erdboden gleichzumachen und in einen leeren Parkplatz zu verwandeln, dann ist endlich Ruhe. Ja die Ruhe eines Friedhofs.

Mittlerweile geht laut Berichten der US-Armee die Munition aus. Die US-Rüstungsindustrie kommt mit der Produktion von Gewehrpatronen nicht mehr nach, denn für jeden getöteten Rebellen im Irak und Afghanistan werden 250,000 Schuss benötigt, oder insgesamt 1,8 Milliarden pro Jahr, so wirkungslos ballern die US-Truppen vor lauter Angst herum. Sie müssen den Nachschub von israelischen Rüstungslieferanten kaufen.

Übrigens, seit dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946, gilt die Ausrede für einen Soldaten nicht mehr, „ich habe nur Befehle befolgt„. Nach Artikel 8 der Nürnberger-Prinzipien, ist das Handeln auf Befehl kein Strafausschliessungsgrund. Ach, ich hab ja vergessen, wir sind ja „die Guten“, diese Regel gilt NICHT für „westliche Demokratien“ und speziell NICHT für die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten.

Diese verbrecherischen Kriege müssen endlich beendet werden.

Quelle und Dank an einen sehr interessanten Blog der Alternativen Medien aus der Schweiz:
Alles Schall und Rauch:  Afghanisches Dorf von der Landkarte getilgt http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/01/afghanisches-dorf-von-der-landkarte.html#ixzz1BxMndMCq
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4 Antworten to "Afghanisches Dorf von der Landkarte getilgt"

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