geographenblick

Neues Papier: Kosmische Strahlung trägt 40% zur globalen Erwärmung bei!

Posted on: 29/01/2011

Quelle: U. Berner/H. Streif, Klimafakten, op. cit. Seite 21

Quelle: U. Berner/H. Streif, Klimafakten, op. cit. Seite 21

Vergangenen Donnerstag fand im Rahmen der Ringvorlesung Umwelt eine sehr interessante Vorlesung mit dem Titel „Sonnenflecken – Beeinflusst die Sonne unser Klima?“ statt. Der Astrophysiker Dr. Arno Riffeser von der LMU führe ausführlich in das Thema Sonne ein, verbrachte aber leider nur wenig Zeit mit tieferer Wissenschaft zu dem Thema. Zusammengefasst sagte er, dass es in der Wissenschaft eine (reale) Kontroverse zum Thema kosmischer Strahlung gibt und auch unabhängige Forschungsergebnisse zu Svensmarks Theorie des Einflusses kosmischer Strahlung auf die Wolkenbildung vorliegen die ihn zu bestätigen scheinen. Überprüft wurde seine These laut dem Dozenten  in CERN. Ausdrücklich sagte er aber auch, dass des Ergebnis der Debatte offen ist.

Diese Aussage steht in direktem Gegensatz zu dem, was Prof. Dr. Peter Lemke am Donnerstag davor nach seiner Vorlesung bei der Geographischen Gesellschaft der LMU behauptet hat. Von mir auf Svensmarks Theorie angesprochen sagte er: „Da ist so viel Dreck in der Atmosphäre, da können sie das, was da noch reinkommt vergessen. Das ist völlig unwichtig.“ Prof. Dr. Peter Lemke war übrigens auch koordinierender Leitautor des vierten IPPC-Berichts von 2007 und wird dieses Mal als Gutachter (Review Editor) tätig sein.

Zurück zur Kontroverse. Da das öffentliche Bild der Debatte hierzulande leicht einseitig (lach!) wiedergegeben wird, richtet sich der geographenblick mit einer Ausgleichsabsicht auch auf „die andere Seite“. Lese hierzu einen Beitrag von Anthony Watts, von EIKE übersetzt:

 

Neues Papier: Kosmische Strahlung trägt 40% zur globalen Erwärmung bei!

Der Physiker U.R. Rao sagt, die Wirkung von Kohlenstoffemissionen ist niedriger als das IPCC behauptet. Eine fester Glaubenssatz in der Theologie der Klimatologen — die Reduktion der Kohlenstoffemissionen würde den größten Anteil der globalen Erwärmung verhindern — ist in einem vom Umweltministerium veröffentlichten wissenschaftlichen Papier am vergangenen Montag in Frage gestellt worden.

Der Physiker und frühere ISRO Vorsitzende, U.R. Rao, hat errechnet, dass die kosmische Strahlung — sie kann nicht wie Kohlenstoffemissionen vom Menschen beeinflusst werden — eine viel größere Wirkung auf den Klimawandel hat als das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) behauptet.

Tatsächlich beträgt die Auswirkung der abnehmenden kosmischen Strahlung auf den Klimawandel fast 40 Prozent, behauptet Dr. Rao in einem Papier, das vom führenden indischen Wissenschaftsjournal Current Science zur Veröffentlichen angenommen worden ist. Das IPCC Modell dagegen behauptet, das die Wirkung von Kohlenstoffemissionen über 90 Prozent betrüge.

‘Der Einfluss der kosmischen Strahlung wird ignoriert’

Umweltminister Jairam Ramesh sagte bei der Veröffentlichung von Dr. Raos Forschungsergebnissen als Diskussionsbeitrag am vergangenen Donnerstag, dass “die Auswirkung der Intensität der kosmischen Strahlung auf den Klimawandel bislang weitgehend vom vorherrschenden wissenschaftlichen Konsens ignoriert worden wäre.” Er fügte hinzu, dass die “eindimensionale Konzentration” auf Kohlenstoffemissionen durch die meisten westlichen Staaten zusätzlichen Druck auf Länder wie Indien ausüben würde.

Die zunehmende Intensität der Sonnenaktivität hat eine 9 prozentige Abnahme der Intensität der kosmischen Strahlung in den vergangenen 150 Jahren bewirkt. Das führt zu weniger Bewölkung, daraus resultiert weniger Albedo-Abstrahlung ins All und damit eine Zunahme der Erdtemperatur.

Obwohl der Einfluss der kosmischen Strahlung schon untersucht worden ist, quantifiziert Dr. Raos Papier deren Beitrag zum Klimawandel und zieht den Schluss, dass “die vom IPCC im 4. Auswertungsbericht (AR4) getroffene Vorhersage des Klimawandels eine Überprüfung nötig mache, um die langfristigen Veränderungen in der galaktischen Intensität der kosmischen Strahlungsintensität zu berücksichtigen.”

Politische Implikationen

Das könnte ernste politische Implikationen haben. Wenn der Mensch eine so signifikante Ursache des Klimawandels wie die kosmischen Strahlung nicht beeinflussen kann, würde sich der auf die Länder ausgeübte Druck zur Kohlenstoffemissionsminderung verändern.

Mr. Ramesh betonte, das Dr. Raos Forschungsergebnisse nicht die indischen Bemühungen in Klimawandelfragen vermindern würden, aber er gab auch zu, dass sie die Atmosphäre der internationalen Verhandlungen verändern könnten.

“Internationale Klimaverhandlungen betreffen die Klimapolitik. Aber die Wissenschaft wird immer mehr zum Handlanger der Politik”, sagte er.

Mr. Ramesh hatte im November 2009 einen Bericht des Glaziologen V.K. Raina veröffentlicht, indem behauptet worden war, die Himalaya-Gletscher würden sich überhaupt nicht in alarmierendem Tempo zurückziehen. Viele westliche Wissenschaftler hatten das bezweifelt, der IPCC-Vorsitzende R.K. Pachauri qualifizierte das sogar als “Voodoo-Wissenschaft“ ab. Aber Dr. Raina wurde später rehabilitiert durch die vom IPCC selbst veranlasste Zurücknahme der Behauptung vom Abschmelzen der Himalaya-Gletscher bis 2035.

“Seitdem haben die westlichen Minister mir gegenüber weniger über die Gletscher geredet,  sie haben damit aufgehört, mir häufig damit zu kommen und Druck auf Indien auszuüben, mitzumachen”, sagte Mr. Ramesh.

Anlässlich der Übersendung des Rao-Papiers an Dr. Pachauri, teilte ihm Mr. Ramesh mit, dass der nächste IPCC Auswertungsbericht besondere Aufmerksamkeit auf den Einfluss der Bewölkung auf den Klimawandel legen sollte. Der Minister drückte die Hoffnung aus, dass  Dr. Raos Forschungen ernsthaft von den Klimaforschern zur Kenntnis genommen werden möchten.

“Es gibt heute in der Klimatologie eine Gruppendenke. Wer alternative Klimatheorien ins Gespräch bringt wird sofort bei den Klima-Evangelisten als Klima-Atheist gebrandmarkt”, sagte er. “Die Klimatologie ist viel komplexer als die Unterhändler der [entwickelten Industriestaaten] glauben machen wollen. Die Westler sollten die Klimatologie nicht anführen. Wir dürfen uns nicht immer von Berichten von außen abhängig machen“.

Anfechtung der IPCC-Behauptungen

Den jüngsten Berichten des IPCC zufolge trägt der Mensch mit seinen Aktivitäten, Kohlenstoffemissionen eingeschlossen mit 1.6 Watt/qm zum Klimawandel bei. Andere Faktoren, wie z. B. die Sonneneinstrahlung tragen gerade mal 0.12 Watt/qm bei.

Dr. Raos Papier aber berechnet die Wirkung der kosmischen Strahlung mit 1.1 Watt/qm. Mit allen nicht-menschlichen Faktoren zusammengenommen beträgt die Größe aller Faktoren aus nicht-humanen Aktivitäten 1.22 Watt/qm.

Das bedeutet, dass erhöhte Kohlenstoffemissionen in die Atmosphäre nicht so bedeutsam sind, wie das IPCC behauptet. Von der gesamten Klimaerwärmung von 0,75 Grad Celsius wären nur 0,42 Grad auf erhöhte CO2 – Werte zurückzuführen.  Das übrige wäre eine Folge der langzeitlichen Verminderung der Intensität der primären kosmischen Strahlung und deren Auswirkung auf die niedrige Bewölkung.

Es bedeutet auch, dass die Vorhersage der globalen Erwärmung und des Meeresspiegelanstiegs nicht so einfach ist, wie das IPCC vorgibt. Beide hängen nicht nur von menschlicher Tätigkeit her sondern auch deutlich von der unvorhersagbaren Intensität der kosmischen Strahlung.

“Wir folgern, dass der Beitrag aus der galaktischen Intensität der kosmischen Strahlung sehr erheblich ist und in die Vorhersagen über die globale Erwärmung und deren Auswirkung auf den Anstieg des Meeresspiegels in die Rechnung eingehen muss“, sagt das Papier.

 

Autor Anthony Watts vom 21.1.11 Die Original Version finden gibts hier

Übersetzt von Helmut Jäger EIKE

Dank an die Herren!

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