geographenblick

Globalist Mohamed ElBaradei soll die ägyptische Revolution stehlen

Posted on: 30/01/2011

Die Menschen in Ägypten wollen einen Diktator loswerden, universelle Freiheiten gewinnen und das Land aus den Klauen des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes befreien. Der Mann, der nun positioniert wird um eine neue Regierung zu bilden, arbeitet jedoch für exakt jene Globalisten und NGOs, denen Hosni Mubarak 30 Jahre lang treu gedient hat.

Unter dem gegenwärtigen Regime ist Ägypten ein Vasallenstaat der Neuen Weltordnung. Unter Mubarak erhält das Land jedes Jahr rund 2 Milliarden US-Dollar an Hilfsgeldern von den Vereinigten Staaten, nur Israel erhält mehr. Ägypten zahlt 1.1 Millionen Dollar pro Jahr an die Podesta Group, eine Organisation die eng verbunden ist mit der Obama-Administration. US-Vizeprsident Joe Biden machten sich vor kurzem lächerlich mit seiner Beteuerung, dass Mubaraks ununterbrochene Herrschaft keine Diktatur darstelle und jener ein Verbündeter des Westens sei.

Ägypten verwendet seine Milliarden an US-Militärhilfe um Dissidenten, Politiker der Oppposition und Journalisten festzunehmen, zu verprügeln und zu foltern; viele sind während ihrer Haft verstorben,

schreibt Mark Zepezauer.

Tausende politische Gefangene und Demonstranten werden festgehalten in überfüllten, von Krankheitserregern verseuchten Gefängnissen, ohne Anklagen oder Gerichtsverfahren. Einschränkungen der Presse, darunter die Schließung von Zeitungen, sind weitverbreitet.

Wir sehen eine Volksbewegung der verarmten jungen Ägypter; dies heißt jedoch nicht dass die Revolution nicht gestohlen werden kann von denselben Globalisten, die die Fäden von Mubarak gezogen haben. Der militärisch-industrielle Komplex weiß seit rund drei Jahren dass Ägypten ein Regimewechsel bevorsteht und man will auf keinen Fall akzeptieren, dass unabhängige Kräfte nach Mubarak Kontrolle gewinnen. Deshalb bildete die US-Botschaft frühzeitig Rebellenführer aus, um oppositionelle Gruppen zu infiltrieren, wie der London Telegraph gestern enthüllte.

Der neue Frontmann ist der ehemalige ranghohe UN-Funktionär und Mubarak-Gegner Mohamed ElBaradei, der kürzlich nach Kairo zurückkehrte um die Protestbewegung anzuführen. ElBaradei ist Mitglied des Vorstands der Kuratoren der International Crisis Group, die heute eine Pressemitteilung veröffentlichte in der gegen die Entscheidung der ägyptischen Behörden protestiert wird, ElBaradei unter Hausarrest zu stellen. Die International Crisis Group ist eine undurchsichtige NGO (non-governmental organization) mit einem jährlichen Budget vonüber 15 Millionen Dollar welches zur Verfügung gestellt wird von Carnegie, der Ford Foundation, der Bill & Melinda Gates Foundation sowie George Soros’ Open Society Institute. Soros höchstpersönlich ist Mitglied des Executive Committee von ICG. In anderen Worten: Es handelt sich um ein großes politisches Lenkungsgremium der globalen Elite.

Mubarak scheint es nun auch zu dämmern dass er so langsam ausgedient hat; er merkte kürzlich während einer nationalen Ansprache an, dass die Demonstrationen “Teil eines größeren Plans” seien um die “Legitimität” des politischen Systems zu untergraben. Noch ironischer ist dass der einflussreiche Globalist Zbigniew Brzezinski, der ebenfalls im Vorstand der International Crisis Group sitzt, vergangenes Jahr warnte dass die internationale Hierarchie bedroht wäre durch ein “globales Erwachen” das von jungen Radikalen in der dritten Welt angeführt wird. Wenn die Ägypter Mubarak loswerden und ihn mit ElBaradei ersetzen, haben sie letztendlich nichts erreicht.

Quelle: Getty Images

Mit ElBaradei nicht direkt in Verbindung stehen die Veröffentlichungen diplomatischer Depeschen des US-Außenministeriums, die enthüllen, dass ägyptische Oppositionsgruppen den Kontakt suchten zu ebenjener US-Regierung, die den gehassten Diktator Mubarak so lange im Amt stützte. Die Protestaktionen in Ägypten werden angetrieben von der Jugendbewegung und Facebook-Gruppe “6. April” mit rund 70.000 Anhängern. Der UK Daily Telegraph berichtet, dass ein Anführer dieser Organisation mit Hilfe der US-Botschaft in Kairo ohne das Wissen der politischen Polizei Ägyptens an einem Treffen in New York teilnehmen konnte. Nach seiner Rückkehr teilte er amerikanischen Diplomaten seinen Plan mit, wie er mit anderen Oppositionsgruppen das Regime im Jahr 2011 stürzen könnte. Eine ganze Reihe an Oppositionsgruppen, darunter “die Wafd, Nasserite, Karama und Tagammu-Parteien” sowie die Muslim Brotherhood, die Kifaya und die sozialistisch-revolutionäre Bewegung sollen an Bord sein. 2008 wurde der Plan noch in der Depesche als unrealistisch bezeichnet, inzwischen scheint das Szenario so weit hergeholt nicht mehr zu sein. Der Dissident sei jahrelang “die zuverlässigste Quelle gewesen für Information über Menschenrechtsverletzungen”. Welche anderen Informationen er über Oppositionelle weitergereicht hat, wird nicht berichtet. Botschafter sind oft selbst CIA oder Teil anderer Sicherheitsdienste und Netzwerke; praktisch jede US-Botschaft beherbergt Vertreter der CIA. Das US-Außennministerium, ironischerweise ein Langzeit-Partner von Mubarak, versuchte auch Druck auf Ägypten auszuüben damit inhaftierte Dissidenten freigelassen werden. Der mysteriöse Aktivist traf sich 2008 mit dem US-Kongressabgeordneten Edward Royce und der gegenwärtigen Vorsitzenden des Ausschusses im Repräsentantenhaus für auswärtige Angelegenheiten Ileana Ros-Lehtinen. Jene ist eine vehemente Unterstützerin Israels, ihre Großeltern mütterlichseits waren sephardische Juden aus der Türkei. Bedeutende Unterstützung für ihren Wahlkampf erhielt sie von Irving Moskowitz, ein einflussreicher Finanzier von militanten israelischen Siedlungen in der Westbank und in Ostjerusalem. In den 1980er Jahren betrieb sie politische Lobbyarbeit für die Freilassung und Begnadigung des berüchtigten CIA-Terroristen und Exil-Kubaners Orlando Bosch, der für einige Anschläge verurteilt wurde und dem man auch die Sprengung des Cubana-Flugs 455 im Jahr 1976 zur Last legt, bei dem 73 Menschen umkamen. Sie organisierte sogar zu diesem Zweck einen “Orlando Bosch”Tag.

Man darf gespannt sein, wie sich die Lage entwickeln wird.

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