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Wer toppt Guttenberg in Sachen fragwürdiger Uniabschlüsse und ähnlichem?

Posted on: 23/02/2011


Artikel von Alexander Benesch auf Infokrieg.tv veröffentlicht
Nicht nur scheint die Abschlussarbeit von Guttenbergs ”mit höchstem Lob” ausgezeichneten Studiums mit allerhand fremder Hilfe zustandegekommen zu sein, auch ein Unternehmen, für das der damals frisch zum Wirtschaftsminister gekürte angeblich zuvor gearbeitet haben soll, distanzierte sich öffentlich mit Pressemitteilungen. Sind die Vorgaben und Ansprüche von Universitäten für die Sprösslinge des Establishments eher eine Formalität? Welche einflussreichen Figuren können Guttenberg in Sachen fragwürdiger Universitätsabschlüsse und anderer zwielichtigen Verdienste toppen?

1.) Wer schützt uns vor dem Heimatschutz?

2004 musste Laura Callahan ihren hohen Direktorenposten räumen beim US-Heimatschutzministerium. Ihr Doktortitel stammte nicht etwa von dem anerkannten Hamilton College in New York, sondern von der Pseudouniversität und Diplom-Schleuder namens Hamilton University, bei der sich anscheinend jeder Trottel gegen Gebühr einen Abschluss besorgen kann. Sie hatte auch leitende Posten im Ministerium für Arbeit und im Weißen Haus unter Clinton. Der Skandal führte zu einer elfmonatigen Untersuchung des Kongresses über weitere Pseudoakademiker in der Regierung.

2.) Hilfe, eine Verschwörung verschaffte mir einen Oxford-Titel!

Es geht kaum prestigeträchtiger als Oxford, deshalb war es umso peinlicher als sich herausstellte dass der Honorary Degree des iranischen Innenministers Ali Kordan nicht das Papier wert war auf dem er gedruckt war. Er sah sich als Opfer eines schwindlerischen Oxford-Auslandsbüros, verlor aber 2008 trotzdem seinen Posten.

3.) Leitender Berater von was?

Barry McSweeney war der erste leitende Wissenschaftsberater der irischen Regierung. Die Publikation Irish Independent fand heraus, dass sein PhD-Titel von einer Fake-Insitution stammt. Ist der Regierung Irlands nicht aufgefallen wie seltsam es ist, wenn jemand einen PhD nach nur 12 Monaten Studium bekommt?

4.) L. Ron Hubbard (er)findet eine Universität und eine Religion

Die Fantasie des Science Fiction-Schreibers L. Ron Hubbard schien keine Grenzen zu kennen. Erst entsprang seinem Erfindergeist eine Universität namens Sequoia University und verlieh sich selbst einen Doktortitel, später erwirtschaftete er 200 Millionen $ mit der Scientology-”Kirche”.

5.) Obama und Columbia

Barack Obama schaffte es 1981 an die Elite-Universität Columbia. Gerade mit einem solchen Ivy-League-Abschluss, so meinte man in Wahlkampfzeiten, ließe sich doch ausreichend prahlen. Alle Versuche, mehr über diese Zeit herauszufinden, liefen jedoch ins Leere. 1995 schrieb er zwar in seinen Memoiren ausführlich über so ziemlich alles mögliche, die Columbia-Jahre blieben aber ein schwarzes Loch. Das Wahlkampfbüro von Obama verweigerte Auskunft, man gibt keinerlei Unterlagen heraus oder die Namen von irgendwelchen Freunden. Laut einem Bericht taucht er nicht einmal im Jahrbuch seiner Abschlussklasse auf. Als Journalisten 2007 nachhakten, konnte die Columbia kein einziges  Bild aus der Zeit finden. Der Kandidat der Libertarian Party Wayne Allyn Root, der 1983 dort in der gleichen Fakultät wie Obama seinen Abschluss machte, erklärte:

“Ich denke das Gefährlichste dass sie über Barack Obama wissen sollten ist dass ich keine einzige Person an der Columbia kenne die ihn kennt, und die kennen mich alle. Es gibt keinen Kommilitonen der jemals Barack Obama an Columbia kennengelernt hat.”

6.) George W. Bush schafft es nach Yale

Der spätere US-Präsident, der Lesen allgemein zu scheuen scheint, wurde während des Präsidentschaftswahlkampfs gefragt, welches sein erstes Kinderbuch gewesen war. Antwort: “The very hungry caterpillar”. Dummerweise war es erst erschienen nachdem sein Studium beendet war. Wie schaffte es jemand an die Eliteuniversität Yale, der uns später erhellte mit Sätzen wie:

“Nicht die Umweltverschmutzung schadet unserer Umwelt, sondern verschmutztes Wasser und verschmutzte Luft!”

oder

“…man unterrichtet ein Kind das Lesen, und er oder es werden dann einen Sprachentest schaffen!”

oder

“Der überwiegende Teil unserer Importe kommt aus dem Ausland!”

Im Jahr 1964 hatten andere Bewerber auch bessere SAT-Testergebnisse und viel bessere Noten, weshalb also der Vorzug für Bush? Ganz einfach: Sein Vater und Großvater waren Mitglieder der ultraexklusiven Geheimgesellschaft Skull and Bones, die seit langem die Universität kontrolliert. Zusätzlich erwarb Bush einen MBA an der Harvard Business School. Weshalb scheiterten dann praktisch alle seine unternehmerischen Aktivitäten wie die Ölfirma Arbusto, trotz Finanzierung durch die Bin Laden-Familie?

7.) Der “Kriegsheld” McCain

Jack McLamb diente neun Jahre bei Geheimoperationen in Kambodscha und anderen Nationen bevor er zu einem der am höchsten ausgezeichneten Polizeibeamten in der Geschichte von Phoenix wurde. Er gewann zweimal die Auszeichnung zum Polizisten des Jahres bevor er eine Rolle als Verhandler für Geiselnahmen beim FBI übernahm.

“Ich kenne viele Vietnamveteranen und ein paar Kriegsgefangene und all die Kriegsgefangenen, mit denen ich im Laufe der Jahre gesprochen habe, sagen dass John McCain ein lügendes Stinktier ist,”

sagte McLamb in der Alex Jones Show.

“Er wurde nie gefoltert; sie waren dort in dem Lager mit ihm und als er dann dazu kam…fing er sofort an alles preiszugeben weil er nicht gefoltert werden wollte,”

sagte McLamb und widersprach damit der offiziellen Geschichte laut der McCain nur seinen Namen, Rang, seine Dienstnummer und sein Geburtsdatum herausrückte.

“Die Vietnamesen nannten ihn den Singvogel, das ist sein Codename, Singvogel McCain, weil er einfach in das Lager kam und ihnen alles erzählte was sie wissen wollten,”

Es ist gemeinhin anerkannt dass McCain besser als andere Kriegsgefangene behandelt worden war und dass man ihn mit wesentlich höherem Aufwand medizinisch behandelte als die Vietnamesen herausfanden dass sein Vater ein hochrangiger Admiral war.

Artikel von Alexander Benesch auf Infokrieg.tv veröffentlicht.

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