geographenblick

Hätten die Japaner nur auf ihre Vorfahren gehört

Posted on: 12/04/2011

von Freeman auf ASR

Es gibt eine bekannte Weisheit die lautet: „Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist verdammt sie zu wiederholen.“ Genau das erleben die Japaner jetzt schmerzhaft, denn sie haben nicht auf ihre Vorfahren gehört. Sie haben auf Jahrhunderte alten Steintafeln, die nahe der Küste aufgestellt sind, Warnungen hinterlassen, auf denen zum Beispiel steht: „Erinnert euch an die grossen Tsunamis. Baut keine Häuser unter diesem Punkt.“ Diesen Ratschlag haben nur wenige befolgt und ihre Häuser wurden nicht vom Unglück getroffen. Die anderen, in den niedriger liegenden Gebieten, wurden durch die Wassermassen völlig zerstört und Tausende Menschen verloren dabei ihr Leben. Hunderte solcher Steintafeln säumen die Küstenlinie, einige sind über 600 Jahre alt. Zusammen bilden sie ein Warnsystem aus den Erfahrungen der Generationen die vor uns lebten, denn Erdbeben und Tsunamis fanden schon immer an der langen Ostküste Japans statt. Nicht alle Tafeln zeigen an, ab welcher Höhe und Entfernung zur Wasserlinie es sicher ist zu bauen. Manche erinnern generell daran was passieren kann: „Wenn ein Erdbeben stattfindet, achtet auf die Tsunamis.

Auch auf alten Zeichnungen wurde vor den Tsunamis gewarnt:

Was wurde aber getan? Städte und Dörfer wurden trotz dieser Warnungen direkt an der Küste gebaut. Und noch viel schlimmer, die Atomkraftwerke auch, die das Meerwasser zur Kühlung benutzen. Jetzt sind sie verwüstet. So traf die 15 Meter hohe Welle des Tsunami die Atomanlage von Fukushima und zerstörte das Kühlsystem und die Notstromsysteme. Die Anlage steht nur 10 Meter über dem Meeresspiegel.
Ohne Kühlung der Reaktoren passierte das was nicht passieren darf, sie überhitzten und es fanden Explosionen statt, die das Reaktorgebäude und die Schutzhülle beschädigten. Durch die Öffnungen wird jetzt ständig Radioaktivität freisetzt und verseucht die ganze Gegend rund um Fukushima, mit Auswirkungen bis zu uns.
Das ist das Problem unserer modernen westlichen Gesellschaft. Wir sind so arrogant und überheblich geworden, meinen was unsere Vorfahren an Lebensweisheiten und Verhalten uns weitergegeben haben ist lächerlich, passt nicht in unsere Zeit und können wir ignorieren. Die Technik kann alles und ist beherrschbar. Ausserdem passiert sowieso nichts.
Das erinnert mich an die Aussage von Peter Ustinov, einer der Menschen die ich bewundere und gerne kennen gelernt hätte: „Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: Das ist technisch unmöglich!
Wir haben zu viele sogenannte Experten, die den völlig ahnungslosen Politikern dauern einreden, was sie tun sollen und was für unsere Gesellschaft richtig ist. Dabei wissen sie gar nichts, oder vertreten völlig bescheuerte Dogmen oder sind nur bezahlte Lobbyisten von grossen finanziellen Interessen, von profitgierigen und räuberischen Grosskonzernen, denen die Nachwelt scheiss egal ist. Wir sollten auf unsere Vorfahren hören und aus der Geschichte lernen, denn alles gab es schon mal und ist bereits passiert. Auch dass Imperien, die sich als unbesiegbar wähnten, zusammenbrachen und verschwunden sind. Der gesunde Menschenverstand ist der beste Massstab, nur der scheint völlig abhanden gekommen zu sein.
Hier sieht man Aufnahmen, wie die Welle des Tsunami das Kraftwerk trifft. Die Gischt stieg sogar höher als die Kraftwerksgebäude:
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