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Der grüne Masterplan

Posted on: 22/05/2011

Der grüne Masterplan
Die grüne Bewegung kann auf eine beispielslose Erfolgsgeschichte zurückblicken. Vor 50 Jahren noch inexistent, beherrscht sie heute das politische und kulturelle Leben, verfügt über unzählige Organisationen in allen gesellschaftlichen Bereichen und setzt die Normen in Schule und Rechtssprechung. Wie war dieser Erfolg möglich?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns die politisch-ideologischen Verhältnisse in der Zeit ihrer Entstehung ansehen. Für politische Strategen waren damals drei Trends klar erkennbar:

Der Kommunismus konnte den wirtschaftlichen Wettbewerb mit den noch überwiegend kapitalistischen Staaten des Westens nicht gewinnen. Die Massenanziehungskraft des Sozialismus sank zusehends. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahre 1961, welche die Abstimmung mit den Füßen verhindern sollte, mussten auch die kommunistischen Machthaber ihre Niederlage im Systemwettbewerb eingestehen.

Die Religionen im allgemeinen, insbesondere aber ihre christlichen Spielarten, hatten im Westen zunehmend an Bedeutung eingebüßt. Sie waren immer weniger in der Lage, den Massen Orientierung und eine ethische Handlungsmotivation zu geben.

In den entwickelten Ländern des Westens entstand in den beiden Jahrzehnten nach dem Ende des zweiten Weltkrieges eine angebliche Überflussgesellschaft, die von vielen Intellektuellen sehr kritisch gesehen wurde, weil in ihr der wirtschaftlich befriedigte Bürger immer weniger politisch steuerbar war. Mit der massiven Erhöhung der unteren Einkommen schwand die Wirksamkeit des Appells an den Sozialneid, der bisher ein wichtiges Herrschaftsmittel gewesen war. Auch der Nationalismus verlor an Bedeutung, weil die satteren Menschen weniger erregbar waren und die verbesserte Mobilität alte Vorurteile verschwinden ließ.

Dieses ideologische Vakuum, das sich in den 1960er Jahren einstellte, wurde von wesentlichen Teilen des Establishments als eine Bedrohung ihrer Macht angesehen. Hinzu kam das Streben der Staatsbürokratie, ihre Herrschaft weiter auszubauen und diese auf eine neue und feste geistige Grundlage zu stellen. Dazu mußte eine neue Ideologie geschaffen werden, die wir heute als Ökologismus kennen.

Diese Aufgabe übernahm der Club of Rome, der 1968 in der römischen Villa von David Rockefeller gegründet wurde, der in seiner Autobiographie „Memoirs“ aus dem Jahre 2002 schrieb: „Some even believe we [the Rockefeller family] are part of a secret cabal working against the best interests of the United States, characterizing my family and me as ‚internationalists‘ and of conspiring with others around the world to build a more integrated global political and economic structure – one world, if you will. If that’s the charge, I stand guilty, and I am proud of it.“

Der CoR hatte innovative Ideen, wie das ideologische Vakuum zu füllen sei. In seiner Studie The First Global Revolution. A Report by the Council of the Club of Rome wird festgestellt, dass zur politischen Führung der Nationen ein gemeinsamer Feind erforderlich sei, „either a real one or else one invented for the purpose“ (Seite 70). „New enemies must be identified“, da die traditionellen Feinde plötzlich nicht mehr vorhanden seien (Seite 70). An dieser Stelle zeigt der CoR sein Schöpfertum, indem er das spezifisch Grüne einführt: „In searching for a new enemy to unite us, we came up with the idea that pollution, the threat of global warming, water shortages, famine and the like would fit the bill. … All these dangers are caused by human intervention, and it is only through changed attitudes and behaviour that they can be overcome. The real enemy, then, is humanity itself.“ (Seite 115)

Das neue Herrschaftsmittel soll das Schüren von Angst sein. Eine in Hysterie und Panik geratene Bevölkerung wird nach Rettung rufen, die sie vom Staat erhofft, der umso mächtiger sein muß, je größer die vermeintliche Bedrohung ist. Weltweite Risiken rufen nach einer Weltregierung, die natürlich immer weiß, was zu tun ist. In Mankind at the Turning Point, dem zweiten Bericht an den CoR (1974), stellen die Autoren fest: „In nature organic growth proceeds according to a Master Plan, a blueprint. Such a ‚master plan‘ is missing from the process of growth and development of the world system. Now is the time to draw up a master plan for sustainable growth and world development based on global allocation of all resources and a new global economic system.“

Das ist der Auftrag an eine totalitäre ökosozialistische Weltregierung, die Zuteilung aller Ressourcen zu diktieren. Die daraus hervorgehende globale Wirtschaftsordnung hat keinen Platz mehr für individuelle Entscheidungsfreiheit, sondern ist eine brutale Kommandowirtschaft. Die Autoren des CoR sind nicht willens, die Durchführung ihres Masterplans durch unwissende Bürger gefährden zu lassen. In The First Global Revolution heißt es: „Sacrilegious though it may sound, democracy is not longer well suited for the tasks ahead. The complexity and the technical nature of many of today’s problems do not always allow elected representatives to make competent decisions at the right time.“

Über die Kompetenz des Volkes in Volksabstimmungen verschwendet der CoR erst gar keine Worte. Das ist angesichts seiner Misanthropie nicht anders zu erwarten. „The earth has a cancer and the cancer is Man“ (Mankind at the Turning Point). Aus dieser Sicht ist es nur konsequent, in den grünen Masterplan folgende Forderung aufzunehmen: „The resultant ideal sustainable population is hence more than 500 million but less than one billion“ (Goals for Mankind. A report by the Club of Rome on the new horizons of global community, 4. Bericht des CoR, 1976). Das würde bedeuten, dass fünf Sechstel der heutigen Weltbevölkerung von diesem Planeten verschwinden müßten. Ein so weitgehendes Ziel erfordert entweder staatlich erzwungene massenweise Sterilisierungen und Abtreibungen, oder man verwendet gleich die Methoden Pol Pots. Auf jeden Fall bleibt für die zukünftige Weltregierung noch viel zu tun.

Der CoR ist sich dessen bewusst, dass eine derartige Weltrevolution nur durchführbar ist, wenn ihre Anhänger über einen unerschütterlichen Glauben verfügen, der religiösen Charakter haben muss. „The greatest hope for the Earth lies in the religionists and scientists uniting to awaken the world to its near fatal predicament and then leading mankind out of the bewildering maze of international crises into the future Utopia of humanist hope…“ (Goals for Mankind).

Wie jede totalitäre Bewegung will auch der CoR einen neuen Menschen schaffen. Ein Kapitel von Mankind at the Turning Point trägt den Titel „The Transition – A New Mankind“. Dort wird festgestellt:

„Today it seems that the basic values, which are ingrained in human societies of all ideologies and religious persuasions, are ultimately responsible for many of our troubles. But if future crises are to be avoided, how then should these values be readjusted?“ (Seite 11)

„…drastic changes in the norm stratum – that is, in the value system and the goals of man – are necessary…“ (Seite 54)

„The changes in social and individual attitudes which we are recommending require a new kind of education…“ (Seite 148)

„Development of a practical international framework in which the cooperation essential for the emergence of a new mankind on an organic growth path will become a matter of necessity rather than being left to good will and preference…“ (Seite 145)

Wie ist es möglich, dass eine derartig regressive, antihumane und freiheitsfeindliche Ideologie so erfolgreich sein konnte? Ein Blick in die öffentlich zugängliche Mitgliederliste des CoR zeigt, dass ihm Staatsoberhäupter, Regierungschefs, Spitzenbeamte, Medienmogule und Konzernmanager angehören. Offensichtlich liefert der Ökologismus die ideale Rechtfertigung für den Ausbau der Staatsmacht. Der CoR hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und man findet hunderte von UNO-Dokumenten, deren Autor der CoR ist. Diese Symbiose ist strategisch vorgegeben, denn die UNO-Bürokraten verstehen sich als Weltregierung im Wartestand. Aber auch die leitenden Beamten der supranationalen EU-Kommission und der nationalen Ministerien des Westens unterstützen den CoR. Entscheidend für seinen Erfolg war, dass die Massenmedien sich fast ausnahmslos zum Sprachrohr seiner Propaganda machen ließen. Wie diese mediale Gleichschaltung praktisch vollzogen wurde, bleibt für Außenstehende ein Rätsel.

Quelle: http://mehr-freiheit.blogspot.com/search/label/Club%20of%20Rome

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